Force-on-Force Training... ein Rückblick.

Street Combatives Force-on-Force Training / Low-Light
2007 Force-on-Force Training / Low-Light

Gut zehn Jahre ist es nun her, dass sich ein paar Jungs zu einem gemeinsamen Training getroffen haben. Völlig unstrukturiert und konzeptlos sammelte man sich in einem kleinen Trainingsraum in einem Hinterhofbau eines Gebäudekomplexes, drehte die Musik auf und trainierte miteinander.

 

Schnell wurde hier deutlich, dass das Ziel der Wehrhaftigkeit in extremen Situationen einer einheitlichen Marschrichtung und ständigen Überprüfungen unter Druck bedarf.

Die Geburtsstunde von SC Int'l liegt ein Jahrzent zurück und während unserer Sturm- und Drangzeit wurde aus wildem Geraufe letztendlich das heutige Curriculum.

 

2007 wurde zum ersten Mal ein Fachhandel für Airsoft-Waffen aufgesucht und das damalige Angebot an AEG-Waffen bewundert. Schnell wurden die hierdurch entstehenden Möglichkeiten deutlich und die ersten Waffen wurden gekauft. Letztendlich sollte auch hier der Weg der ständigen Überprüfung unter Druck beibehalten werden.

Street Combatives Force-on-Force Training / Low-Light
2008 Force-on-Force Training / Low-Light

Selbstverständlich lag damals und liegt heute noch bei unseren Force-on-Force Trainings ein berechtigtes Interesse zur Durchführung der Trainingseinheiten vor und dieses wird wohl bis zum letzten Training die antreibende Motivation der Ausbilder und auch Teilnehmer bleiben.

 

Doch was hat sich verändert? Immerhin trainieren wir nun über acht Jahre in diesem Bereich...

 

Betrachtet man die ersten Trainingseinheiten so fehlte hier ebenfalls eine klare Zielsetzung und Struktur. Es wurde sehr viel experementiert und dem Kauf von Kurzwaffen folgten die ersten Langwaffen. Die Kosten waren zur damaligen Zeit immer ein einschränkender Faktor und Improvisation musste leider groß geschrieben werden.

Street Combatives Force-on-Force Training Low-Light
2010 Force-on-Force Training / Schießausbildung

Schnell wurde klar, dass wir uns in einer interdiszipläneren Schnittstelle zur klassischen Schießausbildung und taktischen Unterrichtung befanden und jedes der genannten Trainingsaspekte nicht konträr zu den anderen behandelt werden darf.

Gerade mit der Benutzung von Simulationswaffen (Airsoft, FX/Simuniton, RAM) neigen die trainierenden Personen dazu spielerisch und somit nicht im Sinne des Ausbildungsgedanken zu agieren. Hier wurde direkt deutlich welchen hohen Stellenwert eine klare Definition der Aufgabenstellung inne hat.

 

Wir sehen aus heutiger Betrachtung der Dinge auch diese aufkommenden Fehler bei nachziehenden Anbietern innerhalb dieses Trainingsbereiches. Gerade dann, wenn es noch an dem erforderlichen Hintergrund der einzelnen Ausbilder fehlt. Schuster bleibe bei deinen Leisten...

 

Trainierende Personen erlangen bei klar definierter Führung die größte Steigerung, sofern eine fachlich stimmige Ausbildung erfolgen kann. Gestellte Bilder mit Airsoft-Waffen und grimmigen Gesichtern sind hier leider das falsche Qualitätsmerkmal.


Street Combatives Force-on-Force Training Low-Light
2011 Force-on-Force Training / Low-Light

Force-on-Force Training beschreibt oftmals die Interaktion mit der Schusswaffe im Nahbereich. Hier reagiert eine Person auf das Verhalten einer anderen Person unter Verwendung der Schusswaffe. Unabhängig davon, ob dieses auf der freien Trainingsfläche oder in einer komplexen Räumlichkeit geschiet.

 

Unsere ersten Trainingseinheiten zielten ebenso darauf ab, dass Auseinandersetzungen dieser Schwere oftmals im Nahbereich und bei Dunkelheit stattfinden. Dementsprechend wurde auch unser Training prononciert und die Schwerpunkte innerhalb der Schießausbildung auf diesen Bereich gemünzt.

 

Hier müssen wir rückblickend sagen, dass ein anderweitiges Training aufgrund der verwendeten Airsoft-Waffen in den Anfangszeiten auch nicht möglich war. Die Reichweite und damit verbundene Trefferleistung der Waffen war aus heutiger Sicht mangelhaft. Logischerweise hätten wir hier einen öffentlichen Aufruf zur Leihung von Ausrüstung starten können, aber einerseits wirkt das doch eher befremdlich und andererseits nicht professionell.


Innerhalb komplexer Örtlichkeiten, zum Beispiel einem Firmengebäude, können wir aufgrund der nun verwendeten gasbetriebenen Lang- und Kurzwaffen ganzheitliche Szenarien abrufen und müssen uns nicht mehr auf Teilsegmente beschränken.

 

Auch erfährt man hierdurch erneut die Bedeutung von einer Schießausbildung mit der Kurzwaffe auf Distanzen von 20 oder 25 Metern. Eine reine Beschränkung auf eine Schießausbildung im Nahbereich vergisst gerne die Notwendigkeit der schnellen und konzentretierten Schussabgabe hinter einer Barrikade innerhalb einer weitläufigen Lokalität.

Street Combatives Force-on-Force Training Schießausbildung
2013 Force-on-Force Training

Aber kehren wir nochmal zum Trainingsbetrieb im Nahbereich zurück. Beschränkt man sich hier allein auf die Schießausbildung und baut hierauf das komplette Force-on-Force Training auf, werden weitere wichtige Punkte vergessen.

 

Im absoluten Nahbereich ist die Schussabgabe nicht immer möglich oder situativ nicht zielführend. Dementsprechend bedarf es weiterer Fähigkeiten zur Durchsetzung des eigenen Willens. Die eigene gehaltende oder im Holster befindliche Waffe muss vor Fremdzugriff geschützt werden. Das Ziehen beziehungsweise der Einsatz einer Waffe durch eine andere Person muss gegebenenfalls vereitelt werden. Personen müssen möglicherweise so manipuliert werden, dass hierdurch die Möglichkeit der eigenen Schussabgabe geschaffen wird.


Street Combatives Force-on-Force Training Schießausbildung Vollkontaktschießausbildung
2014 Force-on-Force Training / Vollkontaktschießausbildung

Gerade die letztgenannten Anforderungen bedürfen keiner stiefmütterlichen Behandlung und müssen demzufolge ebenfalls intensiv und unter Druck geschult und trainiert werden. Gerade der Druck ist hier entscheidend.

Im Jahr 2013 warfen wir hier erstmals die Begrifflickeit der "Vollkontaktschießausbildung" auf den Markt. Ein Begriff, der unser jetziges Training im "Force-on-Force" sicherlich sehr gut beschreibt und die Wichtigkeit aller Facetten beschreibt. Aufgrund der komplexen Anforderungen wurde auch unser Force-on-Force Trainng in verschiedene Module strukturiert und eine Ausbildung innerhalb der verschiedenen Anforderungen oder Wünsche kann konzentriert erfolgen.


Gerade für die Sicherung und den Schutz von Kurz- und Langwaffen können wir auf ein eigenes von uns entwickeltes Programm zurückgreifen, dass die individuellen Belange von Waffenträgern abdeckt und auch unseren Anspruch einer ganzheitlichen Ausbildung unter Druck abdeckt. "Vollkontaktschießausbildung"... da war ja was.

Sicherlich ist unser Modul zur Sicherung und zum Schutz der Kurzwaffe eines der gefragtesten Module innerhalb unseres Trainingsangebotes für Waffenträger geworden.


Street Combatives Force-on-Force Training Waffenschutz Schießausbildung
2015 Force-on-Force Training / Waffenschutz

Blicken wir nun auf die letzten Jahre zurück, können wir mit einem Schmunzeln im Gesicht sagen, dass wir den richtigen Weg gegangen sind. Ein Weg, der manchmal sehr steinig und verzweifelnd war. Ein Weg, der sich aber gelohnt hat und ohne der gesammelten Erfahrungen wir heute kein Training mehr anbieten wollten.

 

Aber ebenso ein Weg, der neben professioneller Ausbildung auch auf professionelle Ausrüstung zurückgreifen kann. Unsere Lager sind mittlerweile vielseitig gefüllt und wir können somit unsere innovativen Ideen umsetzen.

 

Schauen wir mal, wohin die Reise geht. Wir lesen uns...

 

 

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